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Quo vadis Frauen im DAeC?

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Bericht der Frauenbeauftragten des LSVRP Sabine Theis

Sitzung des Bundesausschusses Frauen und Familie November 2015

oder „Quo vadis Frauen im DAeC?“ 

„Welche Aufgaben und Funktionen übernimmt der BAFF im DAeC?“ Mit dieser Fragestellung beschäftigten sich die Frauenbeauftragten bei ihrer diesjährigen in Hamburg abgehaltenen Sitzung. „Sind wir reine Quotenfrauen? Ist unsere Existenz nur der Erfüllung von Richtlinien des DOSB geschuldet?“ Ketzerische Fragen, die heiß diskutiert wurden und letztendlich in Thesen mündeten mit denen sich in den nächsten Sitzungen näher befasst werden muss. Der BAFF sieht sich nicht als Erfüllungsgehilfe der Gremien des DAeC die Frauenquote betreffend - wir sehen uns als Sprachrohr aller fliegenden Frauen, als Unterstützer, Rat- und Inputgeber.  Wir sind die Expertinnen bezüglich Frauen- und Familienfragen. Auf Anforderung sind wir bereit, Verbänden, BUKOS und Vereinen bei der Änderung von Regularien helfend zur Seite zu stehen. Wir möchten in allen Gremien Frauenvertreter, die sich im BAFF engagieren. So sollte bei Neuwahlen von Kommissionen der Frauenanteil erhöht werden. Warum wurde zum Beispiel bei der Neuwahl der Bundeskommission Segelflug nicht der BAFF nach einer geeigneten Kandidatin befragt? Keine der anwesenden Frauenbeauftragten wurde hier angesprochen.


Was nützt ein Zusammentreffen der Frauenbeauftragten der Landesverbände und Sportfachverbände bei denen nur ein geringer Teil erscheint? Hier stellt sich die Frage nach einer Neuorganisation des BAFF. Ein Kaffeekränzchen sollen diese Treffen wohl kaum sein, aber welche Wirkung kann von einem Gremium ausgehen, bei dem sich nur eine Handvoll Frauen treffen. Zwölf unbesetzten Posten stehen fünfzehn besetzte Posten gegenüber, von denen sich die Hälfte an BAFF-Sitzungen beteiligt.  Mit dem DAeC-Vorstand muss über die Änderung der Geschäftsordnung des BAFF bezüglich der Zusammensetzung nachgedacht werden.


Wie bereits angesprochen sehen wir uns als Kontrollinstanz bei der Einhaltung der Richtlinien gleichberechtigter Teilhabe. Die Überprüfung von Satzungen auf frauenfeindliche Formulierungen ist inzwischen eine Selbstverständlichkeit. Wir treten für mehr Frauenbeteiligung ein. Der DAeC sollte den BAFF stärker einbeziehen, um irgendwann Frauen paritätisch an allen Gremien zu beteiligen muss man auf Frauen zu gehen und Ihnen Möglichkeiten eröffnen.


Neben der Gremienarbeit ist die Unterstützung aller Luftsportlerinnen ein weiteres Anliegen des BAFF. „Mädchen und Frauen sind herzlich willkommen!“ Worte, die unser DAeC Präsident Wolfgang Müther formulierte. Worte reichen nur nicht, um eine Willkommens- und Wohlfühlkultur zu schaffen und die Situation der Frauen im Luftsport attraktiver zu gestalten. Sich zu organisieren, zu treffen und auszutauschen sind Anliegen, die Frauen, die im Augenblick in den meisten Vereinen in der Außenseiterrolle und als Einzelkämpfer unterwegs sind, haben. Das Hexentreffen, die zentrale, jährlich stattfindende Zusammenkunft aller Luftsportlerinnen, bietet Gelegenheit fliegende Frauen nach ihren Bedürfnissen zu fragen und zu stärken. Der DAeC muss dieses Treffen unterstützen und wenn es nur durch Sponsoring und das Bereitstellen von Referenten ist.


Als wichtigstes Anliegen sieht der BAFF die Mitgliederförderung bzw. -neugewinnung. Die Statistik der Mitgliederzahlen der letzten Jahre weist daraufhin, dass die Mitgliederzahlen zurückgehen, insbesondere Frauen im Alter zwischen 20 und 30 Jahren hängen das Hobby „Fliegen“ an den Nagel. Sie geben es zu Gunsten des Berufs- bzw. Familienlebens auf. Schaffen es die Luftsportvereine das Hobby trotz Familie attraktiv zu gestalten, so bleiben die Mitgliederzahlen stabil. Der vom BAFF 2011 initiierte Wettbewerb „Familienfreundlicher Luftsportverein“ hat zum Zeitpunkt der Ausschreibung und der Prämierung zwar Aufmerksamkeit hervorgerufen, allerdings lässt sich die Frage nach Nachhaltigkeit einer solchen Wettbewerbsmaßnahme stellen. Die in diesem Zusammenhang erstellte Broschüre sicherte die Ergebnisse, der BAFF sieht weiteren Handlungsbedarf. Warum gibt es nicht, wie bei dem Umweltlabel „Blaue Flagge“, das inzwischen international einen Bekanntheitsgrad erworben hat und für die Umweltfreundlichkeit eines Vereines steht, ein solches Label für den familienfreundlichen Sportverein? Hier sollte der DAeC den anderen Sportverbänden vorangehen, sich mit dem DOSB absprechen, aber dann die Eigeninitiative ergreifen. Wir wünschen uns ein Audit, mit dem Vereine ihre Familienfreundlichkeit überprüfen können und dann eine Auszeichnung erhalten, die sie als solch einen prämierten Luftsportverein ausweist. Ein dann bundesweit (über alle Sportarten hinweg) abrufbares Angebot wäre das Ergebnis. Der Verein erhält nicht nur die Prämierung (mit ansprechendem Logo), sondern man findet ihn außerdem bei einer Internetrecherche unter der Rubrik „Familienfreundlicher Sportverein“. Eine „digitale Landkarte“ ist vorstellbar, in der Familien auf der Suche nach einem geeigneten Sport Vereine vor Ort finden und bei der Vereine gleichzeitig mit ihren Besonderheiten aufwarten können. Wir möchten dieses Konzept vorstellen und bei der Gestaltung mitwirken.


Zur Gewinnung von neuen Mitgliedern empfiehlt der BAFF eine bundesweite Aktion in Form eines „Familydays“. Dieses Angebot sollte ähnlich dem „girlsday“, bei dem junge Mädchen und Frauen an einem Tag bundesweit in Männerberufe schnuppern, organisiert sein. Am „familyday“ werden von interessierten Luftsportvereinen Aktionen für Familien angeboten. Denkbar ist ein Tag im Spätsommer und die Einbindung aller Luftsportarten. Wichtig ist eine bundesweite Werbekampagne des DAeC in allen Medien. Eine Anmeldemöglichkeit der teilnehmenden Vereine über das Internet vereinfacht das Prozedere. Auch hier können sich Familien im Internet genauere Informationen holen und dann ihren nächsten Flugplatz wählen und besuchen. Es geht dabei nicht darum „konkurrierenden“ Vereinen Mitglieder abzuwerben, sondern Nichtflieger anzusprechen und für den Luftsport zu begeistern. Auch diese Konzept möchten wir vorstellen und bei der Ausarbeitung mitgestalten.


Ansprechpartner:
Heike Eberle – Frauen in Gremien
Ines Engelhardt – Familienaudit
Gynia Felcher – Pressearbeit
Annemarie Hampe – BAFF in den neuen Medien
Sabine Theis – Familyday

Bericht der Frauenbeauftragten des LSVRP Sabine Theis

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